Online-Shop selbst betreiben oder outsourcen

Der Betrieb eines Online-Shop rechnet sich für den Grossteil der Online-Shop Betreiber nicht. Zuviel Aufwand für zu wenig Umsatz und Ertrag. Die notwendigen Werbeausgaben übersteigen oft die damit getätigten Umsätze. Muss das so sein?Es zeigt sich, daß der Großteil der Anfänger den Aufwand unterschätzt, der mit der Eröffnung eines Online-Shop einhergeht. Die kostenlose Online-Shop Software oder das günstige Angebot einer Webagentur machen noch lange keinen erfolgreichen Online-Shop.

Zunächst müssen die Artikel professionell erfasst werden. Das bedeutet professionelle Fotos und Texte. Nur wenige können das selbst leisten. Dienstleister sind teuer.

Danach muss das Lager über das Warenwirtschaftssystem mit dem Online-Shop verbunden werden. Es gibt nichts teureres als wenn Waren im Online-Shop angeboten werden, die im Lager nicht mehr verfügbar sind. Hier zeigen sich bereits die Unterschiede in der Software. Wieviel Aufwand bedeutet ein Webinterface zur Shop-Software.

Wenn der Shop dann online ist, beginnt erst die eigentliche Arbeit. Kunden gewinnen. Ohne Kunden kein Verkauf. Bei den -zig Tausend Online-Shops, die alle die gleichen Kunden ansprechen wollen, ist der Wettbewerb schon riesen groß. Für eine gute Platzierung mit den gefragtesten Stichworten in Suchmaschinen wird heute bereits mehr als 1 Euro je Klick ausgegeben, und da ist noch lange nichts verkauft.

Gibt es eine Alternative?

Shop 2.0 ist im Anmarsch. Bei Shop 2.0 handelt es sich nicht um eine neue Online-Shop Software, sondern um ein neues Konzept, bei dem ein Lieferant den Betrieb seines Online-Shops an einen Spezialisten (Dienstleister) outsourct und dennoch an den Einnahmen profitiert.

Im Grunde kann man bei Shop 2.0 drei Strömungen feststellen.

  • Shop Management: Der Dienstleister übernimmt ausschliesslich das Management des Online-Shops von der Shopgestaltung über Artikelpflege bis zum Webmarketing. Er verrechnet diese Dienstleistung nach Aufwand bzw. zu einem monatlichen Pauschale.
  • Shop Outsourcing: Der Dienstleister übernimmt zusätzlich auch Inkasso, Auftragsabwicklung und Überwachung sowie die Hotline (First Level-Support) für den Lieferanten. Der Lieferant liefert die Ware aus. Die Leistungen des Dienstleisters werden mit Pauschale und Ertragsbeteiligung abgerechnet.
  • Online-Shop Betreiber-Konzept: Der Dienstleister kommt bereits mit einem Sortiment und betreibt den Online-Shop auf der Homepage des Kunden. Der Homepage Eigner muss sich nur um das Marketing kümmern und verdient an den Umsätzen mehr als würde er den Shop selbst betreiben. Das scheint die ideale Alternative für Einzelhandel, Gewerbe, Handwerk und Dienstleister zu sein, die zunächst ohne Risiko abtesten möchten, wieviel man mit einem guten Sortiment verdienen kann.
In jedem Fall wird Shop 2.0 für eine raschere Verbreitung des e-Commerce beitragen.

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